WAKE – Migrationsbezogenes Wissensmanagement für den Bevölkerungsschutz der Zukunft

Das Teilprojekt der Katastrophenforschungsstelle (KFS) widmet sich der Analyse historischer, gesamtgesellschaftlicher und internationaler Prozesse, Strukturen, Dynamiken und Zuständigkeiten an der Schnittstelle von Bevölkerungsschutz, humanitärer Hilfe, Flucht und Migration.

Diese Analyse verfolgt einen Mehrebenenansatz: So werden sowohl Entwicklungen vor der europäischen Flüchtlingssituation 2015/16 als auch daraus resultierende Veränderungen im Bereich des Bevölkerungsschutzes, z.B. der Diskussion von neuen Strategien im Bereich des Zivilschutzes, als auch der internationalen humanitären Hilfe einbezogen. Neben einer Betrachtung der relevanten globalen Prozesse, insbesondere im Nahen und Mittleren Osten, werden europäische Verfahren wie die Bedeutung des europäischen Zivilschutzmechanismus (UCPM) bei der Bewältigung von Flüchtlingsbewegungen oder das humanitäre Engagement von DG ECHO von 2016-2019 in Griechenland reflektiert. Eine weitere Analyseebene ist der Zugang über – zum Teil im Rahmen der Flüchtlingssituation 2015/16 vollkommen neu entwickelten – Verfahren und Praktiken relevanter nationaler Akteure des Bevölkerungsschutzes (Behörden, Hilfsorganisationen usw.) oder des BAMF sowie von internationalen UN-Organisationen wie UNHCR und IOM und internationalen Hilfsorganisationen, die das Feld der humanitären Hilfe im Kontext der europäischen Flüchtlingshilfe bestimmen bzw. bestimmt haben. Durch eine organisationsübergreifende quantitative Befragung aller am Projekt beteiligten nationalen Bevölkerungsschutzorganisationen wird ein Überblick über Verfahren, Praktiken und Herausforderungen in der Betreuung großer Menschengruppen generiert. Diese Analysen dienen einerseits dem Erhalt bisher erlangten Wissens und Erfahrungen sowie der Anreicherung von vorhandenen Wissensbeständen mit Wissensbeständen anderer bislang wenig beachteter Wissensfelder. Am Ende werden nationale und internationale Best Practices erarbeitet, die als Grundlage für zukünftige Ausrichtungen des Bevölkerungsschutzes – nicht nur im Kontext von Flüchtlingslagen, sondern auch für andere grenzüberschreitende Szenarien des Bevölkerungsschutzes – dienen.

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