Auswirkungen europäischer Migrationspolitik. Flucht und Migration aus Westafrika, Senegal nach Europa

von Iris Stöckl, Diplomarbeit

Einzelstaatliche Politiken, supranationale Strategiepapiere und Abkommen, die den Umgang mit Migration und Migrant_innen aus so genannten Drittstaaten in die EU betreffen, folgen seit Mitte der 1990er Jahre einem restriktiven Trend. Diese Arbeit setzt an den Wirkungen dieser Politiken an und legt den Fokus auf Migration aus Westafrika, im Besonderen aus Senegal nach Europa. Migrationspolitik wird als stark politisiertes und diskursiv geprägtes Feld ausgewiesen, in dem lösungsorientierte Politiken diskursiven Wahrnehmungen und Strategien weitgehend weichen, insbesondere in Bezug auf „Afrika“.

Die Analyse der „externe Dimension“ europäischer Migrationspolitik, insbesondere des EU-Außengrenzschutzes am Beispiel der Grenzschutzagentur FRONTEX lässt zwei größere Schlüsse zu: Zum einen sind die Wirkungen einzelstaatlicher und gemeinschaftlicher Migrationspolitiken gravierend, in dem sie Irregularität durch mangelnde legale Einwanderungsmöglichkeiten fördern und Menschenrechte (v.a. Asyl und das Recht auf Leben) an den Außengrenzen massiv einschneiden. Zum anderen verfehlen Policies vielfach ihre scheinbar intendierte Wirkung, wenn gesteigerte Grenzkontrollen ein Ausweichen von Migrant_innen auf gefährlichere Migrationsrouten bewirken oder Abschiebungen mangels Alternativen im Herkunftsland zur Reimmigration führen. Indem diese Arbeit restriktive Migrationspolitik nicht als natürlichen Schluss sondern als politisches Paradigma mit gravierenden gesellschaftlichen, menschenrechtlichen und politischen Folgen ausweist, macht sie politische Handlungsalternativen erkennbar.

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