Dissident Voices at the European Border: Non-State Actors and Visions of a Different Europe Beyond the Fortress

von Larissa Fleischmann, Doktorarbeit

In den vergangen Monaten stehen die europäischen Außengrenzen immer wieder im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit. Berichte von neuen ‚Tragödien‘ und ‚humanitären Katastrophen‘, die sich vor den Toren Europas im Mittelmeer abspielen, häufen sich in Presse und Medien: nicht selten ertrinken hunderte von Menschen bei ihrem Versuch das europäische Festland in oft fahruntauglichen Booten zu erreichen. Zuletzt rückten auch die Grenzen in Osteuropa in den Mittelpunkt der medialen Berichterstattung. Immer mehr Asylsuchende versuchen über die sogenannte ‚Westbalkanroute‘ in die Europäische Union zu gelangen. Doch statt Schutz zu erhalten, wie es die Genfer Flüchtlingskonvention vorsieht, werden sie von den europäischen Mitgliedsstaaten an der Einreise gehindert oder in ein Nachbarland weitergereicht. In diesem Zusammenhang erfährt die europäische Abschottungspolitik immer stärkeren öffentlichen Druck und wird für das Unglück der Schutzsuchenden verantwortlich gemacht: die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union seien unfähig, Solidarität zu zeigen und ihre europäischen Werte umzusetzen.

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