Auswirkungen europäischer Migrationspolitik. Flucht und Migration aus Westafrika, Senegal nach Europa

von Iris Stöckl, Diplomarbeit

Einzelstaatliche Politiken, supranationale Strategiepapiere und Abkommen, die den Umgang mit Migration und Migrant_innen aus so genannten Drittstaaten in die EU betreffen, folgen seit Mitte der 1990er Jahre einem restriktiven Trend. Diese Arbeit setzt an den Wirkungen dieser Politiken an und legt den Fokus auf Migration aus Westafrika, im Besonderen aus Senegal nach Europa. Migrationspolitik wird als stark politisiertes und diskursiv geprägtes Feld ausgewiesen, in dem lösungsorientierte Politiken diskursiven Wahrnehmungen und Strategien weitgehend weichen, insbesondere in Bezug auf „Afrika“.

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Von Flüchtlingen und Flüchtenden. Zur Konstruktion des Flüchtlingsbegriffs in der österreichischen Gesetzgebung

von Dominique Bauer, M.A.

Im Rahmen des öffentlichen und politischen Diskurses rund um das Thema „Asyl“ werden humanitäre Prinzipien gemeinhin mit der Einhaltung von Rechtstaatlichkeit kontrastiert. Der „Flüchtling“ steht somit gewissermaßen an der Schnittstelle zwischen rechtsstaatlichem Vorgehen und humanitären Grundsätzen. Dies wirft Fragen auf über die Konstruktion dieser sozialen bzw. politischen Kategorie sowie der Institution Asyl auf gesetzlicher Ebene. Diese Konstruktion wird nicht nur auf Ebene der Gesetzgebung vorgenommen, sondern ist auf das Zusammenwirken der öffentlichen, medialen, politischen und akademischen Diskursebenen zurückzuführen.

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Dissident Voices at the European Border: Non-State Actors and Visions of a Different Europe Beyond the Fortress

von Larissa Fleischmann, Doktorarbeit

In den vergangen Monaten stehen die europäischen Außengrenzen immer wieder im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit. Berichte von neuen ‚Tragödien‘ und ‚humanitären Katastrophen‘, die sich vor den Toren Europas im Mittelmeer abspielen, häufen sich in Presse und Medien: nicht selten ertrinken hunderte von Menschen bei ihrem Versuch das europäische Festland in oft fahruntauglichen Booten zu erreichen. Zuletzt rückten auch die Grenzen in Osteuropa in den Mittelpunkt der medialen Berichterstattung. Immer mehr Asylsuchende versuchen über die sogenannte ‚Westbalkanroute‘ in die Europäische Union zu gelangen. Doch statt Schutz zu erhalten, wie es die Genfer Flüchtlingskonvention vorsieht, werden sie von den europäischen Mitgliedsstaaten an der Einreise gehindert oder in ein Nachbarland weitergereicht. In diesem Zusammenhang erfährt die europäische Abschottungspolitik immer stärkeren öffentlichen Druck und wird für das Unglück der Schutzsuchenden verantwortlich gemacht: die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union seien unfähig, Solidarität zu zeigen und ihre europäischen Werte umzusetzen.

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European Union under Pressure – Public Narratives on Europe and its Borders

von Larissa Fleischmann, M.A.

This project aims to explore understandings of ‘Europe’ and its borders in public discourses in Britain, Germany and France. Thereby, it tries to shed light on Europe’s assumed ‘identity crisis’: scholars have argued that the European Union (EU) is unable to yarn a common thread of European identity among its putative citizens.

In order to investigate these public understandings of Europe, the empirical analysis aims to examine newspaper accounts on the migrant boat which sank near the Italian island of Lampedusa on the 3rd October 2013. It is estimated that more than 300 migrants, mostly believed to be Eritrean, died in the Mediterranean Sea in their attempt to claim asylum in the EU. The shipwreck triggered an important media debate on the European border and asylum policies in its aftermath. The thesis will show that these media representations are important for the study of ‘Europe’: they are “key to understanding the ways in which people understand the world around them and their place within it” as Sharp (2011, 298) has noted. A total number of 109 articles, directly relating to the Lampedusa shipwreck in the newspapers The Guardian (Britain), Der Spiegel (Germany) and Le Monde (France), have been compiled, coded and analysed.

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Guardian of Human Rights and Agent of Change: The European Court of Human Rights’ Influence on the Asylum Policy of the European Union

von Johanna Günther, M.A.

As the influx of refugees towards European countries continues to increase due to violent regional conflicts and as a consequence of the Arab Spring as well as the wars in Afghanistan, Iraq and Syria, the question of how to handle matters, such as the accommodation, administration and placement of these people, becomes more and more pressing. These issues – while essentially being a sensitive area of individual nation-states’ sovereignty – have increasingly also become a European problem. Since the beginning of the 1990’s, European integration in the area of asylum policy has continuously advanced. The structure, norms and objectives of the so-called Common European Asylum System (CEAS) have continuously drawn criticism – not least, from the European Court of Human Rights (ECtHR) which has undertaken numerous court proceedings regarding fundamental rights violations in this context.

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Das Boot ist voll. Flüchtlingsboote als Ikonen illegalisierter Migration von Afrika nach Europa

von Jana Stolz, M.A.

Bilder von Flüchtlingen, denen es gelingt trotz diverser Maßnahmen der Grenzkontrolle und -überwachung nach Europa zu kommen, erreichen uns als Teil der täglichen Berichterstattung über die Printmedien, das Fernsehen und das Internet. Die Flüchtlinge haben oftmals eine lange und gefährliche Reise über das Mittelmeer und die verschiedenen Landwege hinter sich, durchqueren Länder und Wüsten, um vor Krieg und Verfolgung zu fliehen und um sich und ihren Familienangehörigen im sicheren Hafen Europa ein besseres Leben zu ermöglichen. Auf der Passage über das Meer haben in den letzten fünfzehn Jahren Tausende ihr Leben verloren – nicht von ungefähr wird das Mittelmeer auch als Massengrab bezeichnet.

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